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Peru – Cordillera Vilcanota – 2010

Peru – Cordillera Vilcanota – 2010

Hier ein Bericht im Tagebuchstil, von unserer Tour nach Peru 2010. Neben einer ausgedehnten Trekkingtour durch die Cordillera Vilcanota unternahmen wir auch einige Bergtouren und bestiegen z.B. den ca. 5780m hohen Nevado Ninaparaca. Aber auch die Kultur kam nicht zu kurz. Excursionen zu alten Ruinenstätten der Inka, wie Sacsayhuaman, Ollantaytambo und Machu Pichu rundeten die Tour ab.

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Bergsuechtig.de wieder auf (Schneeschuh-) Tour

Schneeschuhtour Wettersteingebirge 2005Endlich ist es soweit. Auch für mich (Piet) und Ralf ist nun endlich Urlaubszeit. Am Sonntag geht es dann in unsere geliebten Ahrntaler Berge in Südtirol.

Schnee satt und eine Menge lohnender Tourenziele sind aber auch zu verlockend. Da Ralf aber den Tourenski rigoros den Rücken gekehrt hat und ich auf selbigen auch nicht gerade eine gute Figur mache, haben wir uns einmal mehr für die „Entdeckung der Langsamkeit“ auf Schneeschuhen entschieden.

Und auch dieses Mal wird nicht nur der Mensch (Hölle, dieser Winterspeck), sondern auch die Technik getestet. Ich werde mit meiner neuesten Errungenschaft, den MSR Lightning Schneeschuhen, auf Tuchfühlung gehen. Außerdem werde ich ein eTrex Vista HCX zum ersten Mal (für mich) auf Tour testen. Mit seinen ca. 25-30 h Betterielaufzeit und dem hochempfindlichen Empfänger sollte es ein Spitzenkandidat für Outdooraktivitäten sein. Lassen wir uns überraschen.

Anders als sonst sind wir aber diesmal nicht ausschließlich mit Zelt unterwegs (man wird ja nicht jünger), sondern unternehmen die meisten Touren von unserem Basecamp, dem Voppichlhof (www.voppichlhof.de), aus. Aber es sind auch einige Mehrtagestrips mit Zelt und Schlafsack geplant. Da wir auf dem Voppichlhof Internetanbindung haben, wird so die Berichterstattung nicht zu kurz kommen.

Aber so ganz ohne Schatten ist das Ganze nicht. Die Schneeverhältnisse sind derzeit mehr als heikel und die Lawinengefahr sehr hoch. So wird der Faktor Sicherheit an allererster Stelle stehen und die Verhältnisse entscheiden über Tourenziel und -anzahl. Somit kann es durchaus sein, das wir auf „höhere Ziele“ verzichten müssen. Bei dieser Gelegenheit werden wir uns somit nochmal eingehend mit der LVS Technik (Ortovox X1) beschäftigen. Hoffentlich nur zu Übungszwecken.

Selbstverständlich wird es dann auch die GPS Daten zu den Touren hier zum Download geben.

Märkischer Sand und viel Staub

Tag 2 meiner Tour durch den Norden Brandenburgs Ich sende den Bericht erst Heute, da in Alt Globsow absolut kein mobiles Internet verfügbar war 🙁 Schlimmer als hier am Zelt hätte die Mückenplage auch im Spreewald nicht sein können. Da half nur frühzeitiger Rückzug hinter das sichere Moskitonetz des Zeltes. Ein wenig lesen, viel Musik hören und ab in den Schlafsack. Morgens war die Lage deutlich entspannter. Zumindest konnte ich halbwegs unbehelligt vor dem Zelt frühstücken. Heute sollte es über Lychen, Himmmelpfort und Fürstenberg nach Alt Globsow gehen. Nur knappe 60km. Aber was für welche. Sachen packen, Drahtesel beladen und los. Ein letzter Rundumblick, nichts lag mehr am Platz. Noch nichts. Nach knapp zwei Kilometern fiel mein Blick dann auf die Pulsanzeige des GPS. Drei Striche. Mmmh.. Entweder ich bin Tot oder der Technik fehlt was. Tot war ich nicht. Im Gegenteil, sogar quicklebendig. Aber der Technik fehlte tatsächlich was. Der Pulsmesserbrustgurt. Nun bemerkte ich auch den fehlenden Druck auf der Brust (hi,hi da lacht der Mediziner wieder, fehlender Druck auf der Brust… auch ein Zeichen des Wohlbefindens). Also zurück zum Zeltplatz. Da lag das gute Stück auf der Wiese. Hatte ihn auf dem Rad abgelegt und beim losfahren prompt verloren. Also 4km für nix. Das geht ja gut los. Templin zeigt sich von seiner schönsten Seite. Alte Bauwerke und kleine Fachwerkhäuser sowie die Altstadt sind wirklich schön. Ich drehe einige Extrarunden um mir das anzusehen. Hier sollte ich dringend nochmal herkommen. Aber Heute will ich erst mal weiter. Über eine staubige Splittstraße geht es nach Gandenitz und Alt Placht. In Richtung Lychen dann ein guter Wald und Asphaltweg. Auch Lychen erweist sich als außerordentlich schön. Die Lage im Mittelpunkt der 6 Seen und die liebevoll gepflegte Altstadt sind wirklich zu schön. Auch hier mache ich einige Abstecher um zumindest etwas „mitzunehmen“ . Ein kurzes Stück auf gutem Radweg und schon geht es wieder auf Waldwegen weiter. Über Wurzeln und durch Sandkuhlen. Entlang des Großen Lychensees. Und dann erreiche ich Himmelpfort. Schönes Plätzchen mit der alten Klosterruine. Zeit für eine Mittagspause. Ein gemütliches Gasthaus mit guter Küche und Biergarten ist schnell gefunden. Frisch gestärkt geht es weiter. Bald erreiche ich den Radfernweg Berlin-Kopenhagen. Diesem folge ich ein Stück und treffe auch später immer wieder darauf. Weniger idyllisch, dafür umso mehr zum nachdenken anregend, erreiche ich Ravensbrück mit den Gedächtnisstätten für die KZ für Frauen und Mädchen. Umso trauriger, daß Ravensbrück nicht mehr zu bieten hat. Ein eher trostloses Dörfchen. Fürstenberg lasse ich „links liegen“. Das sehe ich mir an wenn ich mal mit dem Paddelboot hier bin. Auf gutem Radweg geht es dann weiter nach Steinförde. Kurz hinter diesem verlasse ich den Asphaltweg und fahre in den Wald. Auf sandigen und Splittwegen fahre ich in ständigem auf und ab weiter. An einem Gefälle lasse ich das Rad rollen. Und prompt gerate ich in eine Sandkuhle. Das Vorderrad verreißt komplett und ich werde jäh gestoppt. Es folgt mal wieder der allseits bekannte schnelle Abstieg über den Lenker. Nix passiert. Nur das vordere Schutzblech und mein Ego sind angeknackst. Na hat ja keiner gesehen. Ich komme dann in Neuglobsow an und wende mich in Richtung Campingplatz. Nach Alt Globsow dann noch fünf Kilometer. Es reicht jetzt auch. Kurz vor dem Ort hat die Straße dann ein irres Gefälle. Trotz der erlaubten 30 rase ich mit knapp 60 Sachen hier runter. Na morgen werde ich mich freuen, wenn ich hier hoch strampeln kann. Der Zeltplatz ist schön und ich erwische ein mückenfreies Plätzchen. Rad und Radler sind über und über mit Staub bedeckt. Ich zumindest kann duschen. Das Rad muß noch bis Berlin warten. Heute Abend soll hier noch Dorftanz sein. Na da kann es ja heiter werden 🙂

Winterspeck und ein Dackel Namens Amadeus

Tag 1 meiner Tour durch den Norden Brandenburgs. Manchmal hat das schlechte auch seine guten Seiten. Da ich zu Ostern Dienst schieben musste, brauchte ich mich nicht über das schlechte Wetter zu ärgern. Statt dessen kann ich nun an Pfingsten bei traumhaftem Sonnenschein auf Tour gehen. Und etwas machen muß ich dringend. Hat sich doch mehr Winterspeck angesammelt als sonst (man wird ja auch nicht jünger) außerdem hatte mich ein heftiger Infekt zwei Wochen flachgelegt und endgültig aus der Bahn geworfen. Es war auch an der Zeit aus dem Alltagstrott mal wieder auszubrechen. Mein tolles neues Trekkingrad wartete sehnsüchtig auf die Einweihung. Aber wohin? Eine Tour für drei Tage ohne Streß!? Der Berlin-Usedom Radweg war eine interessante Sache. Aber den südlichen und nördlichen Teil hatte ich schon befahren. Bei diesem tollen Wetter würde dort an Pfingsten „Gott und die Welt“ auf Achse sein. Der Spreeradweg versprach auch schöne Erlebnisse. Aber im Spreewald würden sich ebenso unendlich viele Touristen und noch mehr Mücken tummeln. Beides nicht gerade motivierend. Also erst mal die Führer für die beiden Touren gekauft und die Planung begonnen. Irgendwie zog es mich dann doch mehr in Richtung Norden. Und dann warf ich, nur einen Tag vor Abfahrt, noch mal alles über den Haufen. Ich wollte ne ruhige Tour! Und die versprach mir der Bike&Rail Führer „Mit Rad und Bahn von Berlin durch Brandenburg“ aus dem Kopass Verlag. Die hier beschriebene Viertagestour „Durch den Norden Brandenburgs“ erweiterte ich mal eben noch um ein Teilstück des Treidelradweges und war mir sicher das auch in drei Tagen zu schaffen. Und wenn nicht. Alle Paar Kilometer gibt es nen Bahnhof um schnell nach Hause zu kommen. Da wird es mit Sicherheit auch recht ruhig sein. Also am Abend noch schnell die Tourenplanung am PC gemacht und das GPS gefüttert. Karten zusammen gesucht sowie die Taschen gepackt. Immer wieder das selbe. Egal ob man zwei Tage oder zwei Wochen auf Tour ist. Das Gepäck ist das gleiche. Und wenn man Zelt- und Kochausrüstung mitnimmt, dann sind die Taschen schnell gefüllt. Aber dann kommt der Samstag und es kann losgehen. Irgendwie verrödele ich mich aber wieder mal und muss den Zug eine Stunde später nehmen. Start der Radtour ist Eberswalde. Ich folge dem schönen Treidelweg in Richtung Oranienburg, bis nach Zerpenschleuse. Schon hier fällt mir auf, daß erstaunlich (und erfreulich) wenig Leute unterwegs sind. Nach Zerpenschleuse verlasse ich den Treidelweg und fahre, zum größten Teil auf Waldwegen, nach Groß Schönebeck. Hier habe ich schon reichlich mit den typisch märkischen Sandwegen zu kämpfen. Mit den schmalen Reifen ist es ein echter Kraftakt hier durchzukommen. Teilweise hilft nur noch schieben. Ich durchfahre kleine Dörfchen und Groß Schönebeck. Immer wieder schimmert aus dem Wald das Blau eines der vielen Seen. Hier könnte man eine wahre Badetour machen. Aber obwohl mir die strahlende Sonne den Schweiß auf die Stirn treibt, zieht es mich weiter. In Groß Väter mache ich dann Mittagsrast, am Gasthaus zur Eiche. Typisch Ostdeutsch, Brandenburgische, einfache Atmosphäre. Da trabt der eine im Bademantel über die Straße (nicht ohne Bierbauch natürlich). Und lässt sich bei seinen „Kumpels“ am Tisch nieder. Verkündet mal eben er habe Geburtstag und schmeißt eine Runde. Nur wenig später taucht ein Drahthaardackel nebst Frauchen auf. Beide werden mit viel Hallo von der Geburtstagsrunde empfangen und ich erfahre das der Dackel Amadeus heißt. Ich wundere mich schon ein wenig über die Namensgebung. Immerhin lassen Habitus und Nase des Frauchens vermuten, daß diese eher den hochgeistigen Getränken als den schöngeistigen Ohrenfreuden klassischer Musik zugänglich ist (ja,ja ich weiß, bösartige Unterstellung). Ich mache mich dann aber nach Schnitzel und zwei Radlern doch wieder auf den Weg. Auf den letzten knapp 20 Kilometern bis Templin wechseln sich immer wieder Sand-, Wald- und Asphaltwege ab. Mein Zelt schlage ich dann auf dem Naturcampingplatz Fährsee auf. Und werde prompt von Mücken geradezu überfallen. Da verzichte ich lieber auf das kochen und genieße Soljanka, Salat und Hefeweizen auf der Terrasse des Hotel Fährkrug. Hab ich mir verdient 🙂 Immerhin 70 km mit dem Winterspeck auf anstrengenden Wegen. Morgen dann eine etwas kürzere Etappe über Lychen, Himmelpfort, Fürstenberg nach Alt Globsow. Allerdings wird der größte Teil der Strecke auf Waldwegen und somit viel Sand zu fahren sein. Was solls. Wird schon schön werden. Allein die vielen schönen Blcke auf die Brandenburgische Landschaft entschädigen für die Anstrengung.

Ahrntalrunde (Südtirol)

Tag 1

Nach einer erstaunlich kurzen Fahrt (immerhin nur 8 1/2 Stunden von Berlin) trafen wir nun endlich in St.Jakob ein. Auf den letzten 150km hat sich der Himmel zunehmend bezogen und es setzte ein unangenehmer Sprühregen ein. So hatten wir natürlich keine Lust darauf, sofort loszulaufen und uns nasse Klamotten zu holen. Noch viel weniger da wir doch so überaus herzlich von Familie Lechner auf dem Voppichlhof empfangen wurden (siehe Bild, Begrüssungskarte auf dem Zimmer). Und so beschlossen wir noch eine Nacht in der gemütlichen Ferienwohnung zu verbringen. Nach einem urgemütlichen Abend mit unseren Gastgebern und deren Streichelzoo (siehe Bild, Ralf mit Kätzchen) hoffen wir nun endlich unseren wohlverdienten Schlaf zu finden. Für Morgen und die folgenden Tage verspricht der Wetterbericht eine deutliche Besserung. Aber da in den oberen Bereichen schon recht viel Schnee liegt, müssen wir unsere Tourenplanung von Tag zu Tag neu festlegen. Das verspricht also auf jeden Fall Interessant zu werden.

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Maerkische Schloessertour Tag 2

Die Nacht war kühl aber ruhig. Immerhin 0 Grad. Und so wartete ich morgens lieber noch bis die Sonne aufs Zelt schien. Sagte ich Sonne? Tatsache. Strahlender Sonnenschein versprach einen schönen Tag. Also Frühstücken, Zelt abbauen, packen und los. Recht schnell merkte ich aber, dass ich trotz Sonne doch nicht so richtig warm werden wollte. Schuld daran war der, teils in Böen, recht heftige Wind. Dieser sollte mir auch später noch hart zusetzen. Die letzten zwei Drittel des Weges hatte ich immer den Wind von vorn. Da wird man dann doch warm. Und so radelte ich drauf los. Gemütlich und mit vielen Photopausen. Die Landschaft und die Dörfer sind aber auch zu schön. Zum größten Teil auf Landstraßen aber auch auf Waldwegen führt der Radweg durch die Natur. Die Ausschilderung wechselte ständig zwischen sehr gut bis saumässig. Es wird mir immer ein Rätsel bleiben, warum da einige Spezialisten stets davon ausgehen, dass die Radweg immer in dieselbe Richtung befahren werden. Kommt man aus der „falschen“ Richtung, sind Abbiegehinweise oft überhaupt nicht zu sehen. Wieder ein Grund mehr sich über das GPS zu freuen. Damit verpasste ich keinen Abzweig. Der kleine Weiher Rocher. Idyllisch. Lädt geradezu zum verweilen ein. Zwei sehr schöne Ferienhäuser, Pferdekoppeln und Fluss. Einfach nur schön. Aber zu früh für eine Pause. Einige Photos gönne ich mir doch. Nächster Halt, Schloss Kossenblatt. Viel zu sehen gibt es hier nicht. Der ehemalige Landsitz des Alten Fritz beherbergt Heute ein Servicezentrum (wofür auch immer?) und ist nur unter der Woche zugänglich. Immerhin entnehme ich mühsam und unter einiger Augenanstrengung dem durchsichtigen!? Infoschild, das der Alte Fritz hier seine naiven Grenadierbilder gemalt hat. Naja. Also weiter. Dorf für Dorf passiere ich. Zwischen Georgshöhe und Gross Rietz mache ich dann eine Rast. direkt an einem Wildgehege mit Rehen. Schöne Aussicht. Über Sauen nun nach Drahendorf. Beides wirklich schöne Orte. Dann treffe ich bei der Kersdorfer Schleuse auf den Weg den ich Gestern gefahren bin. Die Tour hat die Form einer 8. Und den unteren Kreis habe ich jetzt geschlossen. Bis Briesen fahre ich nun auf bekannten Wegen. Kurz hinter Briesen liegt mein Ziel. Ein Zeltplatz am Petersdorfer See. So sagt meine digitale Karte von Garmin und die Kompass Karte. die Realität sagt was anderes! Statt eines Campingplatzes treffe ich auch eine Kreuzung aus Kleingartenanlage und Wohnwagen abstell- und einbauplatz. Bei einer fröhlich feiernden Gesellschaft mache ich dann Halt und frage. „Tja den Campingplatz gibt es seit 1990 nicht mehr.“ Suuuper! Immerhin kann ich mir hier meinen Wassersack füllen. Der nette Herr ahnt meine .Absichten und bittet mich doch etwas weiter entfernt zu zelten. Da der Vorsitzende das gar nicht gern hätte. Ich beruhige ihn. Tatsächlich wollte ich noch drei vier km weiter bis ans Ende des Sees fahren. Da sieht es auf der Karte recht ruhig aus. Also nochmal rauf aufs Rad und wieder los zur Biwak suche. Nach etwa drei km parallel zum See sehe ich mir alle Wege an, die Richtung See führen. Auf irgendwas warte ich aber. Und dann zieht es mich doch nach links. Ich fahre einen engen Weg mit Trekkerspuren entlang und komme zum See. Toll! Perfekt! Der Weg erweist sich als Sackgasse an deren Ende ein Bootssteg mit einem kleinen Fischerkahn liegt. Sonnenbeschienen und mit reichlich Platz fürs Zelt und definitiv ruhig. Weder Menschen noch Gebäude sind zu sehen. Wieder den richtigen Riecher gehabt. Same Procedure as Every Day. Zelt aufbauen und faulenzen. in der prallen Sonne. Es ist erst drei. Also habe ich noch einen langen Nachmittag vor mir. Ich nutze die Zeit und justiere die Gangschaltung. Die hat auf den letzten km recht merkwürdige Geräusche gemacht. Ist aber schnell erledigt. Und so räkele ich mich bald vor dem Zelt. Heute gibt’s Schinkennudeln. Natürlich aus der Tüte. Aber immerhin. Mal sehen wie kalt es Heute Nacht wird.Fortsetzung folgt……..

Maerkische Schlößertour Tag 3

So ganz Einsam blieb ich dann doch nicht. Gegen sieben hielt ein Pickup mit Wappen auf den Seiten neben meinem Zelt. Er und die beiden Insassen gehörten zu dem nahegelegenen, Gut Madlitz, in dessen Besitz der See und die umliegenden Wälder sind. Einer der beiden ist der Forstwirt. Oh,Oh…. Er fragt auch gleich wie lange ich vorhabe zu bleiben. Meine Antwort, dass es nur für eine Nacht sei stimmt ihn gnädig und er gestattet mir, nicht ohne den Hinweis, dass dies streng verboten sei, zu bleiben. Ufff, noch mal Glück gehabt. Wir unterhalten uns noch eine Weile. Plötzlich zeigt er nach oben. Da unser Seeadler! Und tatsächlich liefert sich da gerade ein Seeadler einen Luftkampf mit einem Bussard. Unglaublich. Und die Kamera ist natürlich gut eingepackt. Mist! So schnell die beiden kamen, so schnell sind sie auch wieder verschwunden. Und so erzählt der gute Mann vom Tierleben in seinem Revier. Gerade hier, wo ich zelte, treiben sich viele Wildschweine (zur Zeit mit Jungen) und sehr viel Waschbären herum. Toll. Da waren sie wieder. Meine Probleme auf vier Beinen. Waschbären und auch noch Wildschweine. Überhaupt, haben sich die Waschbären zur echten Bedrohung entwickelt. Im letzten Jahr haben sie einen Großteil der Vogelbrut und -gelege geräubert. Der Bestand an Enten droht zu schwinden. Nachdem die beiden dann abgezogen sind versuche ich dann zu schlafen. Leicht gesagt. Hinter jedem lauten Geräusch vermute ich ein Wildschwein. Und die Verpflegung habe ich auch ins Innenzelt genommen, um sie vor den Bärchen zu schützen. Jaja, dass Leben in der Wildnis. Aber ich schlafe dennoch ein. Und die Nacht bleibt ruhig. Ich erwache beim Gezwitscher der Vögel und bin froh, dass der angekündigte Regen ausbleibt. Dafür ist es bewölkt und seeehr windig. Das kann ja was werden heute. Frühstück ist schnell gemacht. Und als ich Zelt und Ausrüstung eingepackt habe, kommt ein Herr im Military Look mit seinem Hund an. Der Mann ist völlig überrascht wie schnell ich abgebaut und eingepackt hatte. Gerade hatte er doch noch das Zelt gesehen! Übung macht halt doch den Meister. Nach kurzem Plausch ziehen wir dann beide unserer Wege. Wenige Kilometer weiter komme ich zur Madlitzer Mühle. Die Wassermühle und die Gebäude .sind aufwändig restauriert worden und bieten Raum für gemütliche Gastlichkeit und Übernachtung. Ich aber radle weiter. Über Feldwege, Landstraßen und oft über mörderisches Feldsteinpflaster passiere ich Ort für Ort. Gerade auf dem Feldsteinpflaster kann ich zeitweise nur Schritttempo fahren. Ich will nicht wieder eine gebrochene Hinterachse riskieren wie im letzten Jahr. Auch heute bekomme ich wieder einige schöne Gutshäuser und Schlösser zu sehen. eine Augenweide ist die alte Komturei Lietzen. oder das Schloss Neuhardenberg. Aber bei all dem machen mir die Kälte und der Wind zu schaffen. es weht in heftigen Böen und es ist wirklich unangenehm feucht kalt. So beschließe ich mich ranzuhalten, um den 14:36 Uhr Zug in Obersdorf zu erwischen. Das schaffe ich dann locker. Und so stehe ich kurz nach eins am Gleiß und merke dass es hier einfach zu ungemütlich ist um über eine Stunde zu warten. Also hänge ich kurzentschlossen noch ein Paar Bonusmeilen dran und fahre noch die 8 1/2 km nach Müncheberg. Zu schnell. Hier habe ich dann auch noch eine Dreiviertelstunde Zeit. Bin jetzt aber komplett durchgeschwitzt und vor allem durchgefroren (klingt seltsam, ist aber so!?). Zum Glück habe ich noch nen trockenen Pullover um mich etwas zu wärmen. Dann aber nichts wie ab in die Bahn und nach Hause wo ich mir erst mal ein richtig heißes Bad gönne.Das war’s mal wiederBis bald Piet

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