Tag Archives: Tour

Spreeradweg

 Tag 1

Der Speck muss weg! Und ich auch… So oder ähnlich, hatte ich mir das gedacht. Eine Woche frei und das Wetter versprach auch gut zu werden. Also musste eine Tour her. Eine Radtour. Nicht zu lang. Nicht zu kurz. Und gemütlich zu fahren. Also griff ich in mein Sammelsurium an Bikeline-Radtourenführern und zog das Siegerlos: Spreeradweg!? Keine Tour der Superlative, aber mit ca. 410 km und dem Ziel Berlin doch sehr verlockend. Stand ja auch schon lange auf der „Tu du!“-Liste. Also stürze ich mich auf die Planung. Tagesetappen festlegen. Übernachtungsmöglichkeiten suchen. Plünnen und Ausrüstung zusammenstellen. Und Daten für’s GPS besorgen bzw. bearbeiten. Apropos GPS… Da gibt es ja auch wieder was zu testen. Mein tolles GPSMap 62S aus dem Hause Garmin. Habe ich zwar schon eine Weile, aber bisher fast nur zum Geocaching eingesetzt. Und mein neuer Navibolide. Das Twonav Aventura. Also wieder viel Technik am Rad… Und irgendwie auch ziemlich viel Gepäck.

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 Tag 2

Gut, aber viel zu kurz, geschlafen… Trotzdem machte ich mich in die Spur. „Ab Bautzen wird alles besser!“, das hatte mir meine Gastgeberin versprochen. Aber bis dahin gab es noch die eine oder andere Steigung zu meistern. Immer wieder und immer mehr fielen mir die Folgeerscheinungen des Spreehochwassers vom letzten Jahr ins Auge. Auch das Radlerhaus war davon nicht verschont geblieben. Das gesamte Untergeschoss musste neu gemacht werden. Und auch die Radwege wurden teilweise weggeschwemmt. So musste ich immer wieder Umleitungen fahren. So nützten mir weder GPS noch Bikeline-Führer wirklich viel. Zumal eben jene Umleitungen teils recht schlecht ausgeschildert sind.

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 Tag 3

Ach diese Natur… Die ganze Nacht dieses Vogelgeschrei. Nein im Ernst. Das die fröhlich zwitschernden Piepmätze einen um den Schlaf bringen können, ist ja nichts Neues. Und zu den hier existierenden heimischen Arten, gesellten sich dann auch noch exotische Federviecher, die den Dauercampern gehören. Was es da nicht alles gab. Papagei, Nymphensittiche und Prachtrosellas. Eigenartig diese Ansammlung von maximal lauten Vögeln… Und das, bei den eher gar nicht schalldichten Wohnwagen. Wie auch immer. Nach einem spärlichen Frühstück (nur 5 Hanuta!!!, und das mir…) ging es wieder auf’s Bike. Und wie jeden Morgen das gleiche Problem. In der ersten halben Stunde habe ich immer das Gefühl, dass ich gleich abbrechen kann und das Tagesziel nie erreiche. Ist aber auch immer ein Terz damit, den Hintern an den Sattel und die steifen Knochen an die Bewegung zu gewöhnen. Aber wenn das überstanden ist, geht es dann doch flott zur Sache. Und wie. Die fehlenden Anstiege und der weitgehend gute Weg machen sich bemerkbar. Cottbus ist schnell erreicht. Und auch dieses Mal hadere ich mit der äußerst fragwürdigen Routenführung im südlichen Teil der Stadt.

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Rasterkarten auf Garmin Geräten

Google Earth Rasterkarte im Oregon 300Endlich!!

Für Besitzer von Garmin Colorado, Oregon und Dakota Geräten, gibt es gute Neuigkeiten. Mit den neuesten Beta Versionen der Firmware hat Garmin die Unterstützung für „Garmin Custom Maps“ eingeführt.

Damit besteht nun endlich die Möglichkeit neben Vektorkarten auch Rasterkarten auf den Geräten zu nutzen.

Hierzu muss man ein sog. Bildoverlay mit dem Kartenausschnitt in Google Earth erstellen und ausrichten. Und dann dieses als KMZ Datei ins Gerät laden.

Anleitung dazu (in Englisch):

Creating Garmin Custom Maps in Five Easy Steps

Download der Beta Firmware:

Garmin Colorado, Oregon (200, 300, 400 und 550), und Dakota

Die Methode mit Google Earth ist allerdings noch ziemlich umständlich und birgt die Gefahr von Ungenauigkeiten. Wesentlich komfortabler ist es hierzu TTQV (Touratech Quo Vadis) zu nutzen. Dies bietet die Funktion des Exports direkt in eine KMZ Datei.

Diskussion und Anleitung dazu im TTQV Forum .

(Im Bild ist ein Ausschnitt der Google Earth Karte auf einem Oregon 300 zu sehen)

Archbichl 2414m – Am Archl 2265m

Gipfelgrat des Archbichl Es will einfach nicht besser werden. Zwar ist das Wetter heute etwas freundlicher und wir bekommen auch immer mal wieder etwas Sonne zu sehen. Aber im Hinblick auf eine Verbesserung der Lawinenlage ist einfach kein Silberstreif am Horizont.

Für diesen Tag hatten wir eigentlich vor, eine moderate Tour zum Waldnersee auf 2336m Höhe zu machen. Aber manchmal ist es gar nicht so schlecht, wenn man spontan das Ziel ändert.

Wir starten in Kasern und folgen erstmal dem Aufstiegsweg zum Heilig-Geist Jöchl bis zur Starklalm auf 2029m. In angenehmen Serpentinen zieht dieser Weg zügig aufwärts und ist sehr gut zu gehen. Hier treffen wir tatsächlich einige andere Schneeschuhwanderer. Ab der Starklalm wenden wir uns dann nach Westen in Richtung Waldnersee.

Am Archl 2265mIrgendwann kommt dann aber der Grat mit den Gipfeln des Archbichl und Am-Archl in Sicht und wir beschließen sofort das Tourenziel zu ändern. In einem Bogen gelangen wir auf die Nordseite des Grats und steigen auf überwächtetem und erstaunlich ausgesetztem Grat zum Gipfel des Archbichl 2414m. Zwar hat es auch hier wieder frischen Wind aber im Windschatten des großen Steinmanns kommen wir nun doch endlich einmal zu einer Gipfelrast.

Ralf auf dem ArchbichlIm Abstieg überschreiten wir dann noch den kleinen Klapf Am-Archl 2265m und wenden uns dann in Richtung Moaralm.

Schon am Archl und in den Karen unterhalb des Rauchkofels und Heilig-Geist Jöchls konnten wir sehen, wie prekär die Lawinensituation ist. Selbst an dem nicht sehr steilen Hang in Richtung zur Moaralm hat sich spontan ein Schneebrett gelöst und gemahnt uns nochmals unsere Spur gut zu wählen.

Ab der Moaralm geht es dann in Serpentinen auf breitem, gespurtem Fahrweg hinab in Richtung Kasern.

Alles in allem eine, zwar nicht gerade stramme, aber dennoch sehr schöne Tour.

Schneebrett unterhalb Am-Archl

Höhenprofil
Hier die GPS Daten zum Download…

 

 

 

 

 

Archbichl

Track Length: 9.4km
Altitude Range: 798m (Min Height: 1594m ~ Max Height: 2392m)
Total Climb: 803m | Total Descent: 791m
Address: 39030 Predoi, Bolzano-Bozen, Trentino-Alto Adige
Latitude: 47.0514038
Longitude: 12.1292252

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Untermooskopf 2214m

Hühnerspielhütten - tief unter dem SchneeDie Lawinensituation wird immer angespannter. Die Neuschneeschicht der letzten Tage hat kaum Bindung an die darunterliegenden, eh schon labilen, Schichten. Also heißt es weiter „auf Nummer sicher gehen“.

Selbst die örtlichen Skitourencracks halten sich an diesen Grundsatz. Und so verwundert es uns nicht, dass auch auf der heutigen leichten Tour zum Untermooskopf Skispuren zu finden sind.

Vom Ebnerhof (Sankt Jakob) aus geht es auf steilem aber gut gehbarem Waldweg hinauf zu den Hühnerspielhütten auf 1910m. Hier zeigt sich, wieviel Schnee selbst auf dieser Höhe liegt. Tief verschneit sind die Hütten kaum zu erkennen.

Ralf mit RauschebartDas Gelände legt sich hier etwas zurück und der Wald wird zunehmend lichter. So bekommen wir die ersten Vorboten des Föhnsturmes, der inzwischen eingesetzt hat, zu spüren.

Weiter oben dann nimmt der Wind immer mehr zu und steigert sich dann am ausgesetzten Gipfelgrat auf die Stärke eines heftigen Sturms. Schnee und Eissplitter fliegen uns um die Ohren und immer wieder müssen wir stehen bleiben, um uns gegen den Wind zu stemmen, um das Gleichgewicht zu halten. So ein kleiner Klapf und dann solch ein alpines Feeling!

Natürlich halten wir uns am Gipfel nicht auf, sondern machen nur schnell einige Bilder von unseren Eisbärten und ziehen dann möglichst schnell in Richtung Hühnerspielhütten ab.

Dort können wir dann in einem Heustadl noch eine gemütliche Rast unter schützendem Dach verbringen.

Piet EiskaltFür den Abstieg haben wir uns vorgenommen über die Hollenzalm zu gehen, entscheiden uns dann aber doch dafür, die „Direttissima“ durch den Wald zum Fahrweg zu nehmen (daher Achtung bei den GPS Daten, der Abstieg ist bis zum Fahrweg abseits der Wege und sehr steiles Gelände).

Hier die GPS-Daten zum Download…..

Kellerkopf 2124m

Am Gipfel des KellerkopfsKleine Brötchen backen. Das ist nach wie vor das Motto dieses Urlaubs. Immer wieder Schlechtwettertage und dann, wenn das Wetter etwas besser ist, die Chance nutzen und eine Tour angehen, die möglichst sicher ist und dennoch einen gewissen Erlebniswert bietet. Dank Ralfs ausgezeichneter Ortskenntnis lassen sich doch noch einige schöne Ziele aufbieten, die ein gewisses Bergerlebnis bei großer Lawinensicherheit gewähren.

Wühlen im Tiefschnee

So auch der Kellerkopf. Mit seinen 2124m ist er quasi der Hausberg des Voppichlhofs und so können wir vom Frühstückstisch weg gleich in die Spur gehen. Auf steilem aber gut gangbaren Waldweg geht es zügig bergan. Der Weg ist schon gut gespurt und trotz des Neuschnees der vergangenen Tage können wir auf die Schneeschuhe verzichten.

Erst später, als sich der Wald etwas lichtet, geraten wir in Versuchung sie anzuziehen. Aber ab hier wird das Gelände auch zunehmend steiler und da würden die „Bigfoots“ kaum hilfreich sein. Also weiter auf kleinen Füßen. Im letzten Teil, unterhalb des Gipfels, hat es dann ordentlich Schnee hereingeblasen. So müssen wir uns, teilweise bis an die Hüften, durch den Schnee wühlen, bevor wir das Gipfelkreuz erreichen.

Aber auch heute ist uns keine gemütliche Gipfelrast vergönnt. Inzwischen hat es wieder zugezogen und ein frischer Wind treibt uns Schneeflocken um die Ohren. Hilft alles nichts. Also zügig runter. Der Abstieg gestaltet sich dann kurz und problemlos.

Auf dem Voppichlhof angekommen stellt sich hier nur noch die Frage: Kaffee oder Hefeweizen? Die Antwort dürfte klar sein 🙂

Abstieg im SchneetreibenDer Kellerkopf bietet, aufgrund des Wegverlaufs im Wald, eine gute Möglichkeit, auch bei schlechten Lawinenbedingungen, noch eine sichere Gipfeltour machen zu können und wäre somit ein Tipp für „schlechte Zeiten“.

Hier die GPS-Daten der Tour zum Download…….

Eingehtour auf den Achsel 2336m

Auf grossen Füssen zur GrünbichlalmFür die nächsten Tage verspricht das Wetter nichts Gutes. Also wollten wir schnell noch eine Eingehtour hinlegen, bevor gar nichts mehr geht. Geradezu perfekt erschien der Achsel mit seinen 2336m Höhe und einem, auch bei diesen ungünstigen Schneeverhältnissen, recht sicheren Zustieg.

Also machten wir uns bei erfreulich gutem Wetter auf den Weg und wählten den sanften Anstieg auf der Talseite unterhalb der Sattelspitze. Die Schneeverhältnisse erwiesen sich auch als äußerst gut. So das wir gemütlich und sicher unsere Spur ins Weiß legen konnten. Schnell kamen wir zur Grünbichlalm. Inzwischen zogen aber schon langsam die Wolken ins Tal und kündigten den bevorstehenden Wetterwechsel an. Also verzichteten wir auf eine Pause und stiegen, Skispuren folgend, weiter auf. Mit zunehmender Höhe wurde der Nebel immer dichter und es begann zu schneien. Bei Sicht um die 50m und Schneetreiben gelangten wir zum Gipfel. Aber da es hier alles andere als gemütlich war, hielten wir uns auch hier nicht lange bei der Gipfelrast auf, sondern begannen zügig den Abstieg.

Talschlusshütte, Heilig Geist Kirchlein und im Hintergrund der AchselSchließlich wartete ja das wohlverdiente Bier auf der Adleralm auf uns. Obwohl die Sicht immer schlechter wurde, konnten wir den Spuren der Skitourengeher gut folgen. Und zur Not wäre ja auch noch das GPS zur Hand um uns sicher zu leiten.

Kurze und ungemütliche GipfelpauseAuf der Adleralm dann die gewohnt rustikal gemütliche Stimmung und auch die üblichen Tagestouristen, die ein lebhaftes Interesse an unserer Ausrüstung zeigten. Ralfs Auskunft, dass die Schaufel zum Loch graben für kühles Bier sei, wurde dennoch nicht akzeptiert und so gab es dann noch die eine oder andere fachkundige Auskunft zu Lawinenpieps, Schneeschaufel sowie Sinn und Unsinn des winterlichen Tourengehens.

Hier die GPS Daten zur Tour, zum Download…

 

Bergsuechtig.de wieder auf (Schneeschuh-) Tour

Schneeschuhtour Wettersteingebirge 2005Endlich ist es soweit. Auch für mich (Piet) und Ralf ist nun endlich Urlaubszeit. Am Sonntag geht es dann in unsere geliebten Ahrntaler Berge in Südtirol.

Schnee satt und eine Menge lohnender Tourenziele sind aber auch zu verlockend. Da Ralf aber den Tourenski rigoros den Rücken gekehrt hat und ich auf selbigen auch nicht gerade eine gute Figur mache, haben wir uns einmal mehr für die „Entdeckung der Langsamkeit“ auf Schneeschuhen entschieden.

Und auch dieses Mal wird nicht nur der Mensch (Hölle, dieser Winterspeck), sondern auch die Technik getestet. Ich werde mit meiner neuesten Errungenschaft, den MSR Lightning Schneeschuhen, auf Tuchfühlung gehen. Außerdem werde ich ein eTrex Vista HCX zum ersten Mal (für mich) auf Tour testen. Mit seinen ca. 25-30 h Betterielaufzeit und dem hochempfindlichen Empfänger sollte es ein Spitzenkandidat für Outdooraktivitäten sein. Lassen wir uns überraschen.

Anders als sonst sind wir aber diesmal nicht ausschließlich mit Zelt unterwegs (man wird ja nicht jünger), sondern unternehmen die meisten Touren von unserem Basecamp, dem Voppichlhof (www.voppichlhof.de), aus. Aber es sind auch einige Mehrtagestrips mit Zelt und Schlafsack geplant. Da wir auf dem Voppichlhof Internetanbindung haben, wird so die Berichterstattung nicht zu kurz kommen.

Aber so ganz ohne Schatten ist das Ganze nicht. Die Schneeverhältnisse sind derzeit mehr als heikel und die Lawinengefahr sehr hoch. So wird der Faktor Sicherheit an allererster Stelle stehen und die Verhältnisse entscheiden über Tourenziel und -anzahl. Somit kann es durchaus sein, das wir auf „höhere Ziele“ verzichten müssen. Bei dieser Gelegenheit werden wir uns somit nochmal eingehend mit der LVS Technik (Ortovox X1) beschäftigen. Hoffentlich nur zu Übungszwecken.

Selbstverständlich wird es dann auch die GPS Daten zu den Touren hier zum Download geben.

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