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Skitour zum Gampenkogel 1957m

Gerade bei solch schwierigen Bedingungen, wie sie derzeit in den Alpen herrschen, ist es mitunter nicht leicht ein Tourenziel zu finden das möglichst lawinensicher ist.

Hier bietet sich oft die Alternative einer Tour über Pisten an. Auch wenn dies nicht unbedingt dem Wunsch nach der großen Freiheit entspricht.

Im Skigebiet „Skiwelt – Wilder Kaiser – Brixental“ ist man Tourengehern durchaus freundlich gesonnen, solange sich diese an die allgemeinen Verhaltensregeln halten.

Ich möchte hier eine Skitour vorstellen, auf der man recht sicher und gemütlich einen kleinen Gipfel mit toller Aussicht besteigen kann.

Skitour zum Gampenkogel 1957m

Günstiger Tourverlauf von Westendorf aus:

  • Mit dem Alpenroselift bis zur Mittelstation fahren
  • Piste Nr. 113 (blau) bis zur Talstation der Choralpebahn (Whs. Gassner) abfahren.
  • Ab hier Piste Nr. 111 (blau) aufsteigen
  • erst an 11er Alm und dann Berggasthaus Osl-Panorama vorbei
  • ab Osl immer links halten
  • In der Scharte unterhalb des Fleiding, oberhalb Talkaser dann auf Verbindungsweg 117b (blau!!!) wechseln
  • in die Scharte zwischen Fleiding und Gampenkogel queren
  • jetzt immer dem Gratverlauf folgend, abseits der Pisten, direkt zum Gipfel aufsteigen
  • Vom Gipfel entweder wie Aufstieg abfahren oder durch den Südhang, dann über Piste 119a (blau) zum Brechhornhaus abfahren um das wohlverdiente Bier zu genießen
  • ganz nach Wunsch und Laune über Pisten und Lifte zum Ausgangsort zurück
  • ich bin über Piste 119a (blau) und Lift zum Fleiding hefahren
  • dann 117a (rot) 117 (rot) und 111 (blau) zur Talstation Choralpe
  • dann zur Mittelstation Choralpelift fahren und ab hier Piste 110a/113 (blau) zur Talstation Alpenrosebahn abfahren

Natürlich gilt auch hier, dass sich jeder auf eigene Gefahr auf Tour begibt und ich für ev. doch auftretende Unfälle und Schäden keinerlei Haftung und Verwantwortung trage.

Download der GPS Daten der Tour:

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 GPS Daten der Tour…

Lawinenunglück bei Neukirchen (Pinzgau) – Kommerz auf Kosten der Sicherheit

Am 02.03.2012 ereignete sich in der Nähe von Neukirchen (am Großvenediger) ein Lawinenunglück mit tödlichem Ausgang für einen 40-jährigen Deutschen.

Siehe hier den Bericht.

Und die Reportage im ORF

Insgesamt wurden sieben Teilnehmer der 14!!! köpfigen Gruppe verschüttet. Sechs verschüttete konnten, zum Teil verletzt, geborgen werden. Der 40-jährige wurde noch am Ort reanimiert, erlag aber später im Spital Salzburg seinen Verletzungen.

Geradezu unglaublich und unverständlich ist, dass die geführte!! Gruppe unter Außerachtlassung der einfachsten Sicherheitsmaßnahmen unterwegs war.

Hier einige Fakten:

  • Die Führerin war weder dazu ausgebildet, noch berechtigt, solch eine Tour zu leiten.
  • Eine solch große Gruppe ist für eine/n Führer/in nicht vernünftig zu überschauen und zu betreuen.
  • Nur wenige Tage zuvor war, in der unmittelbaren Nähe der Unglücksstelle, bereits ein finnischer Skitourengeher tödlich in einer Lawine verunglückt.
  • Der Bereich in dem sich die Gruppe bewegte galt als hoch gefährdet.
  • Die Lawinengefahr war zu diesem Zeitpunkt als erheblich (Stufe III, örtlich IV) eingestuft und aufgrund der Wetter- und Schneeverhältnisse war mit Selbstauslösung von Naßschneelawinen selbst in nicht so exponierten Lagen zu rechnen.
  • Es wurde durch den Veranstalter versäumt jegliche Schutzausrüstung (Lawinenpieps = LVS, Schneeschaufeln, Lawinensonde etc.) mitzunehmen bzw. netsprechende Einweisungen zu erteilen.

Mindestens 99 Retter waren daran beteiligt die verunglückten zu bergen.

Ich selbst war zu diesem Zeitpunkt nur wenig entfernt in den Kitzbüheler Alpen unterwegs und habe aufgrund der hohen Lawinengefahr auf fast alle geplanten Touren verzichtet und nur ganz, ganz „kleine Brötchen gebacken“. Selbst im Bereich der gesicherten Pisten kam es auch dort immer wieder zu spontanen Lawinenabgängen. Und dennoch wagt man es mit solch einer Gruppe, unter solchen Bedingungen ins freie Gelände zu gehen.

Gerade Schneeschuhgehen wird immer mehr zu einer Trendsportart. Bietet es doch die Möglichkeit auch unerfahrenen das Wintererlebnis in den Bergen nahe zu bringen. So verwundert es nicht, dass immer mehr Angebote von Hotels, Tourismusverbänden und anderen gemacht werden.

Im Interesse geringer Preise, zum einen um den Gewinn zu mehren, zum anderen aber auch weil beim Kunden in zunehmendem Maße die „Hauptsache billig!“ Mentalität umgeht (Geiz i….). Die Ursachen sind also durchaus nicht nur auf Veranstalterseite zu suchen.

Dennoch gibt es klare Vorgaben und Verantwortlichkeiten.

Zur Zeit wird gegen die Führerin der Gruppe wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Dies soll hier keine Vorverurteilung oder allgemeines anprangern solcher geführten Touren und deren Veranstalter oder Teilnehmer sein. Vielmehr geht es mir darum auch und vor allem bei Teilnehmern solcher Touren daran zu appellieren, sich vorher besser zu informieren und auf entsprechende Sicherheitsstandards und Einhaltung der Vorgaben zu drängen.

Sehr interessant ist in diesem Zusammenhang zb. die Stellungnahme von Günter Karnutsch, Obmann des Salzburger Bergführerverbandes, der die staatlich geprüften Berg- und Skiführer:

Und hier im Text.

Vielleicht gibt dieses Unglück doch Anlaß einige Dinge in dieser Hinsicht zu überdenken und bewirkt letztendlich doch auch noch etwas gutes.

Ich möchte hiermit den Hinterbliebenen, des tödlich verunglückten, mein herzliches Beileid aussprechen. Es ist zu tragisch, dass gerade solch eine Tour die doch etwas wunderschönes und unvergessliches sein soll, solch ein trauriges Ende nahm.

Untermooskopf 2214m

Hühnerspielhütten - tief unter dem SchneeDie Lawinensituation wird immer angespannter. Die Neuschneeschicht der letzten Tage hat kaum Bindung an die darunterliegenden, eh schon labilen, Schichten. Also heißt es weiter „auf Nummer sicher gehen“.

Selbst die örtlichen Skitourencracks halten sich an diesen Grundsatz. Und so verwundert es uns nicht, dass auch auf der heutigen leichten Tour zum Untermooskopf Skispuren zu finden sind.

Vom Ebnerhof (Sankt Jakob) aus geht es auf steilem aber gut gehbarem Waldweg hinauf zu den Hühnerspielhütten auf 1910m. Hier zeigt sich, wieviel Schnee selbst auf dieser Höhe liegt. Tief verschneit sind die Hütten kaum zu erkennen.

Ralf mit RauschebartDas Gelände legt sich hier etwas zurück und der Wald wird zunehmend lichter. So bekommen wir die ersten Vorboten des Föhnsturmes, der inzwischen eingesetzt hat, zu spüren.

Weiter oben dann nimmt der Wind immer mehr zu und steigert sich dann am ausgesetzten Gipfelgrat auf die Stärke eines heftigen Sturms. Schnee und Eissplitter fliegen uns um die Ohren und immer wieder müssen wir stehen bleiben, um uns gegen den Wind zu stemmen, um das Gleichgewicht zu halten. So ein kleiner Klapf und dann solch ein alpines Feeling!

Natürlich halten wir uns am Gipfel nicht auf, sondern machen nur schnell einige Bilder von unseren Eisbärten und ziehen dann möglichst schnell in Richtung Hühnerspielhütten ab.

Dort können wir dann in einem Heustadl noch eine gemütliche Rast unter schützendem Dach verbringen.

Piet EiskaltFür den Abstieg haben wir uns vorgenommen über die Hollenzalm zu gehen, entscheiden uns dann aber doch dafür, die „Direttissima“ durch den Wald zum Fahrweg zu nehmen (daher Achtung bei den GPS Daten, der Abstieg ist bis zum Fahrweg abseits der Wege und sehr steiles Gelände).

Hier die GPS-Daten zum Download…..

Eingehtour auf den Achsel 2336m

Auf grossen Füssen zur GrünbichlalmFür die nächsten Tage verspricht das Wetter nichts Gutes. Also wollten wir schnell noch eine Eingehtour hinlegen, bevor gar nichts mehr geht. Geradezu perfekt erschien der Achsel mit seinen 2336m Höhe und einem, auch bei diesen ungünstigen Schneeverhältnissen, recht sicheren Zustieg.

Also machten wir uns bei erfreulich gutem Wetter auf den Weg und wählten den sanften Anstieg auf der Talseite unterhalb der Sattelspitze. Die Schneeverhältnisse erwiesen sich auch als äußerst gut. So das wir gemütlich und sicher unsere Spur ins Weiß legen konnten. Schnell kamen wir zur Grünbichlalm. Inzwischen zogen aber schon langsam die Wolken ins Tal und kündigten den bevorstehenden Wetterwechsel an. Also verzichteten wir auf eine Pause und stiegen, Skispuren folgend, weiter auf. Mit zunehmender Höhe wurde der Nebel immer dichter und es begann zu schneien. Bei Sicht um die 50m und Schneetreiben gelangten wir zum Gipfel. Aber da es hier alles andere als gemütlich war, hielten wir uns auch hier nicht lange bei der Gipfelrast auf, sondern begannen zügig den Abstieg.

Talschlusshütte, Heilig Geist Kirchlein und im Hintergrund der AchselSchließlich wartete ja das wohlverdiente Bier auf der Adleralm auf uns. Obwohl die Sicht immer schlechter wurde, konnten wir den Spuren der Skitourengeher gut folgen. Und zur Not wäre ja auch noch das GPS zur Hand um uns sicher zu leiten.

Kurze und ungemütliche GipfelpauseAuf der Adleralm dann die gewohnt rustikal gemütliche Stimmung und auch die üblichen Tagestouristen, die ein lebhaftes Interesse an unserer Ausrüstung zeigten. Ralfs Auskunft, dass die Schaufel zum Loch graben für kühles Bier sei, wurde dennoch nicht akzeptiert und so gab es dann noch die eine oder andere fachkundige Auskunft zu Lawinenpieps, Schneeschaufel sowie Sinn und Unsinn des winterlichen Tourengehens.

Hier die GPS Daten zur Tour, zum Download…

 

Skitour durchs Tote Gebirge (Die Tour der „toten Füße“)

Oder, die Tour der Toten Füße

Am 03.März 2001 machte ich mich, nach relativ kurzer aber intensiver Vorbereitung, auf in Richtung Totes Gebirge.

Ich hatte mich für die Bahnfahrt entschieden.Da die Verbindung sehr gut war.Von Berlin nach Roßleithen einmal Umsteigen,über Nacht und mit Schlafplatz.Auch der Preis war recht günstig .Hin und zurück inklusive Liegeplatz auf der Hinfahrt und Platzkarten auf der Rückfahrt,nur 322,00 DM (Österreichsparpreis).

Ich hatte lange überlegt ob ich mit Tourenski oder doch lieber mit Schneeschuhen gehen sollte.Entschied mich dann aber doch für die Ski .Ich hatte bis dahin nur wenig Erfahrungen mit Skitourengehen und wollte die technisch einfache Strecke nutzen um mich mit der Materie etwas vertrauter zu machen.

Die Strecke, die ich mir ausgesucht hatte sollte von Roßleithen durchs Zwischenwandental über Hochmölbinghütte , Interhüttenalm. Leistalm, Steirerseealm,
das Hochplateau,Pühringer- und Wildenseehütte nach Bad Ischl verlaufen.

Gerechnet hatte ich aber nicht mit der Heimtücke meiner Tourenschuhe.Diese hatten sich bisher als völlig unbedenklich erwiesen.Sollten mir aber auf dieser Tour arg zusetzen.
Die 23 Kg Ballast die ich auf dem Rücken hatte tatenHansaplast half über das schlimmste hinwegdas ihrige dazu.

 

 

Aber nichts desto trotz, hatte ich einige schöne und erlebnisreiche Tage vor mir.

Und so startete ich von Roßleithen in dieses Abenteuer. Das Wetter war in den ersten drei Tagen alles andere als gut. Nebel, Schneefall und Windböen machten das vorankommen nicht unbedingt leichter.

Blick zum ZwischenwandenpaßBis zum Zwischenwandenpaß war der Weg aber gut zu finden. Wenn ich auch niemanden traf, so lagen doch einige Skispuren.Aber dann wurde es schon schwieriger.Von Bärnegg bis zur Interhüttenalm war keine einzige Spur zu entdecken.Zeitweise war es nötig „Sternmärsche“ zu veranstalten um die nächste Wegmarkierung zu finden.

Bis zur Liezener Hütte war die Markierung noch recht gut.Aber da der Schnee teilweise bis zu 1,8 m hoch war, trotzdem nicht immer gut zu finden. Ab Liezener Hütte wurde es noch schwieriger.Sichtweite teilweise unter 20 m und undeutliche Farbmarkierungen erschwerten die Orientierung.Mit Karte und Kompaß konnte ich zwar gut umgehen.Aber ohne Orientierungspunkt im stark strukturierten Gelände waren sie doch nur bedingt hilfreich.

 

Inzwischen habe ich weitere Touren im Toten Gebirge unternommen. Ich will sehen, dass ich so nach und nach diesen und die anderen Berichte vervollständige.

Nach viermaligem Anlauf habe ich es 2004 nun endlich geschafft die gesamte Strecke von Bad Ischl bis Rßleithen zu gehen. Mit schwerem Rucksack und White Out und Schneetreiben in den ersten 5 Tagen. Dank GPS und inzwischen gesammelter Erfahrungen in diesem Gebiet habe ich mich aber doch durchgefunden.

 

Fotos zu dieser Tour