Tag Archives: Schneeschuhe

Kellerkopf 2124m

Am Gipfel des KellerkopfsKleine Brötchen backen. Das ist nach wie vor das Motto dieses Urlaubs. Immer wieder Schlechtwettertage und dann, wenn das Wetter etwas besser ist, die Chance nutzen und eine Tour angehen, die möglichst sicher ist und dennoch einen gewissen Erlebniswert bietet. Dank Ralfs ausgezeichneter Ortskenntnis lassen sich doch noch einige schöne Ziele aufbieten, die ein gewisses Bergerlebnis bei großer Lawinensicherheit gewähren.

Wühlen im Tiefschnee

So auch der Kellerkopf. Mit seinen 2124m ist er quasi der Hausberg des Voppichlhofs und so können wir vom Frühstückstisch weg gleich in die Spur gehen. Auf steilem aber gut gangbaren Waldweg geht es zügig bergan. Der Weg ist schon gut gespurt und trotz des Neuschnees der vergangenen Tage können wir auf die Schneeschuhe verzichten.

Erst später, als sich der Wald etwas lichtet, geraten wir in Versuchung sie anzuziehen. Aber ab hier wird das Gelände auch zunehmend steiler und da würden die „Bigfoots“ kaum hilfreich sein. Also weiter auf kleinen Füßen. Im letzten Teil, unterhalb des Gipfels, hat es dann ordentlich Schnee hereingeblasen. So müssen wir uns, teilweise bis an die Hüften, durch den Schnee wühlen, bevor wir das Gipfelkreuz erreichen.

Aber auch heute ist uns keine gemütliche Gipfelrast vergönnt. Inzwischen hat es wieder zugezogen und ein frischer Wind treibt uns Schneeflocken um die Ohren. Hilft alles nichts. Also zügig runter. Der Abstieg gestaltet sich dann kurz und problemlos.

Auf dem Voppichlhof angekommen stellt sich hier nur noch die Frage: Kaffee oder Hefeweizen? Die Antwort dürfte klar sein 🙂

Abstieg im SchneetreibenDer Kellerkopf bietet, aufgrund des Wegverlaufs im Wald, eine gute Möglichkeit, auch bei schlechten Lawinenbedingungen, noch eine sichere Gipfeltour machen zu können und wäre somit ein Tipp für „schlechte Zeiten“.

Hier die GPS-Daten der Tour zum Download…….

Bergsuechtig.de wieder auf (Schneeschuh-) Tour

Schneeschuhtour Wettersteingebirge 2005Endlich ist es soweit. Auch für mich (Piet) und Ralf ist nun endlich Urlaubszeit. Am Sonntag geht es dann in unsere geliebten Ahrntaler Berge in Südtirol.

Schnee satt und eine Menge lohnender Tourenziele sind aber auch zu verlockend. Da Ralf aber den Tourenski rigoros den Rücken gekehrt hat und ich auf selbigen auch nicht gerade eine gute Figur mache, haben wir uns einmal mehr für die „Entdeckung der Langsamkeit“ auf Schneeschuhen entschieden.

Und auch dieses Mal wird nicht nur der Mensch (Hölle, dieser Winterspeck), sondern auch die Technik getestet. Ich werde mit meiner neuesten Errungenschaft, den MSR Lightning Schneeschuhen, auf Tuchfühlung gehen. Außerdem werde ich ein eTrex Vista HCX zum ersten Mal (für mich) auf Tour testen. Mit seinen ca. 25-30 h Betterielaufzeit und dem hochempfindlichen Empfänger sollte es ein Spitzenkandidat für Outdooraktivitäten sein. Lassen wir uns überraschen.

Anders als sonst sind wir aber diesmal nicht ausschließlich mit Zelt unterwegs (man wird ja nicht jünger), sondern unternehmen die meisten Touren von unserem Basecamp, dem Voppichlhof (www.voppichlhof.de), aus. Aber es sind auch einige Mehrtagestrips mit Zelt und Schlafsack geplant. Da wir auf dem Voppichlhof Internetanbindung haben, wird so die Berichterstattung nicht zu kurz kommen.

Aber so ganz ohne Schatten ist das Ganze nicht. Die Schneeverhältnisse sind derzeit mehr als heikel und die Lawinengefahr sehr hoch. So wird der Faktor Sicherheit an allererster Stelle stehen und die Verhältnisse entscheiden über Tourenziel und -anzahl. Somit kann es durchaus sein, das wir auf „höhere Ziele“ verzichten müssen. Bei dieser Gelegenheit werden wir uns somit nochmal eingehend mit der LVS Technik (Ortovox X1) beschäftigen. Hoffentlich nur zu Übungszwecken.

Selbstverständlich wird es dann auch die GPS Daten zu den Touren hier zum Download geben.

Skitour durchs Tote Gebirge (Die Tour der „toten Füße“)

Oder, die Tour der Toten Füße

Am 03.März 2001 machte ich mich, nach relativ kurzer aber intensiver Vorbereitung, auf in Richtung Totes Gebirge.

Ich hatte mich für die Bahnfahrt entschieden.Da die Verbindung sehr gut war.Von Berlin nach Roßleithen einmal Umsteigen,über Nacht und mit Schlafplatz.Auch der Preis war recht günstig .Hin und zurück inklusive Liegeplatz auf der Hinfahrt und Platzkarten auf der Rückfahrt,nur 322,00 DM (Österreichsparpreis).

Ich hatte lange überlegt ob ich mit Tourenski oder doch lieber mit Schneeschuhen gehen sollte.Entschied mich dann aber doch für die Ski .Ich hatte bis dahin nur wenig Erfahrungen mit Skitourengehen und wollte die technisch einfache Strecke nutzen um mich mit der Materie etwas vertrauter zu machen.

Die Strecke, die ich mir ausgesucht hatte sollte von Roßleithen durchs Zwischenwandental über Hochmölbinghütte , Interhüttenalm. Leistalm, Steirerseealm,
das Hochplateau,Pühringer- und Wildenseehütte nach Bad Ischl verlaufen.

Gerechnet hatte ich aber nicht mit der Heimtücke meiner Tourenschuhe.Diese hatten sich bisher als völlig unbedenklich erwiesen.Sollten mir aber auf dieser Tour arg zusetzen.
Die 23 Kg Ballast die ich auf dem Rücken hatte tatenHansaplast half über das schlimmste hinwegdas ihrige dazu.

 

 

Aber nichts desto trotz, hatte ich einige schöne und erlebnisreiche Tage vor mir.

Und so startete ich von Roßleithen in dieses Abenteuer. Das Wetter war in den ersten drei Tagen alles andere als gut. Nebel, Schneefall und Windböen machten das vorankommen nicht unbedingt leichter.

Blick zum ZwischenwandenpaßBis zum Zwischenwandenpaß war der Weg aber gut zu finden. Wenn ich auch niemanden traf, so lagen doch einige Skispuren.Aber dann wurde es schon schwieriger.Von Bärnegg bis zur Interhüttenalm war keine einzige Spur zu entdecken.Zeitweise war es nötig „Sternmärsche“ zu veranstalten um die nächste Wegmarkierung zu finden.

Bis zur Liezener Hütte war die Markierung noch recht gut.Aber da der Schnee teilweise bis zu 1,8 m hoch war, trotzdem nicht immer gut zu finden. Ab Liezener Hütte wurde es noch schwieriger.Sichtweite teilweise unter 20 m und undeutliche Farbmarkierungen erschwerten die Orientierung.Mit Karte und Kompaß konnte ich zwar gut umgehen.Aber ohne Orientierungspunkt im stark strukturierten Gelände waren sie doch nur bedingt hilfreich.

 

Inzwischen habe ich weitere Touren im Toten Gebirge unternommen. Ich will sehen, dass ich so nach und nach diesen und die anderen Berichte vervollständige.

Nach viermaligem Anlauf habe ich es 2004 nun endlich geschafft die gesamte Strecke von Bad Ischl bis Rßleithen zu gehen. Mit schwerem Rucksack und White Out und Schneetreiben in den ersten 5 Tagen. Dank GPS und inzwischen gesammelter Erfahrungen in diesem Gebiet habe ich mich aber doch durchgefunden.

 

Fotos zu dieser Tour