Tag Archives: Basecamp

Bergsuechtig.de wieder auf (Schneeschuh-) Tour

Schneeschuhtour Wettersteingebirge 2005Endlich ist es soweit. Auch für mich (Piet) und Ralf ist nun endlich Urlaubszeit. Am Sonntag geht es dann in unsere geliebten Ahrntaler Berge in Südtirol.

Schnee satt und eine Menge lohnender Tourenziele sind aber auch zu verlockend. Da Ralf aber den Tourenski rigoros den Rücken gekehrt hat und ich auf selbigen auch nicht gerade eine gute Figur mache, haben wir uns einmal mehr für die „Entdeckung der Langsamkeit“ auf Schneeschuhen entschieden.

Und auch dieses Mal wird nicht nur der Mensch (Hölle, dieser Winterspeck), sondern auch die Technik getestet. Ich werde mit meiner neuesten Errungenschaft, den MSR Lightning Schneeschuhen, auf Tuchfühlung gehen. Außerdem werde ich ein eTrex Vista HCX zum ersten Mal (für mich) auf Tour testen. Mit seinen ca. 25-30 h Betterielaufzeit und dem hochempfindlichen Empfänger sollte es ein Spitzenkandidat für Outdooraktivitäten sein. Lassen wir uns überraschen.

Anders als sonst sind wir aber diesmal nicht ausschließlich mit Zelt unterwegs (man wird ja nicht jünger), sondern unternehmen die meisten Touren von unserem Basecamp, dem Voppichlhof (www.voppichlhof.de), aus. Aber es sind auch einige Mehrtagestrips mit Zelt und Schlafsack geplant. Da wir auf dem Voppichlhof Internetanbindung haben, wird so die Berichterstattung nicht zu kurz kommen.

Aber so ganz ohne Schatten ist das Ganze nicht. Die Schneeverhältnisse sind derzeit mehr als heikel und die Lawinengefahr sehr hoch. So wird der Faktor Sicherheit an allererster Stelle stehen und die Verhältnisse entscheiden über Tourenziel und -anzahl. Somit kann es durchaus sein, das wir auf „höhere Ziele“ verzichten müssen. Bei dieser Gelegenheit werden wir uns somit nochmal eingehend mit der LVS Technik (Ortovox X1) beschäftigen. Hoffentlich nur zu Übungszwecken.

Selbstverständlich wird es dann auch die GPS Daten zu den Touren hier zum Download geben.

Ahrntalrunde (Südtirol)

Tag 1

Nach einer erstaunlich kurzen Fahrt (immerhin nur 8 1/2 Stunden von Berlin) trafen wir nun endlich in St.Jakob ein. Auf den letzten 150km hat sich der Himmel zunehmend bezogen und es setzte ein unangenehmer Sprühregen ein. So hatten wir natürlich keine Lust darauf, sofort loszulaufen und uns nasse Klamotten zu holen. Noch viel weniger da wir doch so überaus herzlich von Familie Lechner auf dem Voppichlhof empfangen wurden (siehe Bild, Begrüssungskarte auf dem Zimmer). Und so beschlossen wir noch eine Nacht in der gemütlichen Ferienwohnung zu verbringen. Nach einem urgemütlichen Abend mit unseren Gastgebern und deren Streichelzoo (siehe Bild, Ralf mit Kätzchen) hoffen wir nun endlich unseren wohlverdienten Schlaf zu finden. Für Morgen und die folgenden Tage verspricht der Wetterbericht eine deutliche Besserung. Aber da in den oberen Bereichen schon recht viel Schnee liegt, müssen wir unsere Tourenplanung von Tag zu Tag neu festlegen. Das verspricht also auf jeden Fall Interessant zu werden.

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Hunku Expedition – Nepal (Everest Gebiet) 1998

Amphu Labcha Terrassengletscher

Ende September 98 flogen wir sieben von Frankfurt a.M. nach Katmandu um uns in unser lang vorbereitetes Abenteuer, die “Hunku Expedition“ zu stürzen.Expedition mag in Anbetracht der Tatsache das unsere Tour rein vom Wegverlauf her nicht neu war, etwas hochtrabend klingen.Unternehmen wie
Hauser oder Summit Club bieten eben diese Tour auch an.
Aber wir hatten vor die zwei Gipfel Mera Peak 6461 m und Island Peak 6189 m zu besteigen und in ca. 5200 m Höhe,im Hunku Tal, für 12 Tage ein Basislager zu beziehen um
von dort aus Exkursionen in die Umgebung zu unternehmen. Wohlgemerkt , Exkursionen und keine Illegalen Gipfelbesteigungen wie es in letzter Zeit immer mehr in Mode kommt. Dies ist der Unterschied zu den bisher angebotenen Touren durch dieses Gebiet.Unsere Intention war mit viel Ruhe und Zeit uns den Bergen und Pässen zu nähern.Unabhängig von vorgegebenen Zeitplänen selbst entscheiden zu können wohin wir unsere Schritte lenken.

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Besteigung des Imjatse (Island Peak), 6189 m

Über die Daunenjacke, die Befindlichkeit

und den Himalaya, der überall ist …

Gedanken und Gefühle bei der Besteigung des Imjatse (Island Peak),6189 m
von Ralf Brehl

 

Ich (Ralf Brehl) und Piet (im Vordergrund) am Gipfel des Island Peak 6189mIm Oktober des Jahres 1998 machte sich eine Gruppe von 7 Bergsteigern auf den langen Weg zu den Göttern des Himalaya. Ziel war ein über 5000 Meter hochgelegenes, einsames Tal in Nepal in der Nähe des Everest. Am Ende der selbstorganisierten, fast 6-wöchigen Tour, sollte auf dem Rückmarsch -sozusagen als Schmankerl- ein zweiter, leichter Sechstausender bestiegen werden. Hinter dem Basislager auf 5160 m Höhe lag der Imjatse (Island Peak), 6189 m, was folgte, war alles andere als der geplante „Spaziergang“. Die kräftezehrenden Wochen zuvor in den Hochlagern hatten Spuren hinterlassen und jeder Schritt, der 1029 zu über-windenden Höhenmeter, gab Gelegenheit, über die Zweifelhaftigkeit dieses Tuns nachzudenken …

Die Besteigung fängt schon am Vortag an – im Kopf und beim Packen: Abwägen, was ist unverzichtbar, kramen, wühlen, die Zahnbürste fliegt ´raus. Welche Kleidung: Zwei Hosen und Überhose oder Normalausführung ? Daunenjacke ? Ich schaue durch die klare Luft immer und immer wieder hoch. Ha ! – lächerliche 1000 Höhenmeter ! Aber immerhin 1000 am Stück, in dieser Höhe, nach den Strapazen bisher !

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