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Tour Brandenburg
Liveberichte von der Tour Brandenburg. "Piet on Tour". Ein (sowohl an Waden wie auch Hüfte) strammer Radler war auf Achse. Hier gibt es die Berichte und GPS Daten von der 1100km langen Radtour, rund um Brandenburg. Start war am 01.06.2008.

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WIEVIEL WASSER BRAUCHT DER MENSCH? 

Im normalen täglichen Leben sieht eine typische Wasserbilanz ungefähr so aus:

 

      Wasserverluste in 24 h     Wasseraufnahme in 24 h

      ca. 1,5 Liter Urin                 ca. 1,5 Liter in Getränken

      ca. 0,5l  „ Schweiß              ca. 1Liter in Speisen

      ca. 0,5l  „ in der Atemluft  ca. 0,3l  Oxidationswasser aus dem Stoffwechsel

      ca. 0,2  „ im Stuhl                   

     ________________________________________________________________

      ca. 2,5 - 3 Liter insgesamtca. 2,5 - 3 Liter insgesamt

 

Beim Bergsteigen treffen eine Anzahl Faktoren aufeinander, die den Wasserhaushalt empfindlich beeinflussen können:

 

     Große Anstrengung führt zu starken Schweißverlusten, dies vor allem in niedrigen Höhen oder bei starker Wärme.

      Kälte reduziert das Schwitzen. 

     Kälte erhöht aber gleichzeitig die Wasserverluste über die Atmung, weil kalte Lufttrockener ist und in der Lunge mehr Wasser aufnimmt.

     Niedriger Luftdruck in der Höhe erfordert intensivere Atmung.

    Das höhere Atemvolumen vergrößert die Wasserverluste über die Atemluft.

     Die damit verbundene zusätzliche Kühlung über die Atemwege vermindert in etwa gleichem Maße die Schweißbildung.  

    Ist erst einmal eine Höhe erreicht, die maximale Atemintensitäterfordert, so bleibt beim weiteren Anstieg die abgeatmete Wassermenge konstant (nicht aber in Ruhe).  

    Schweißverluste verringern sich wegen der abnehmenden Arbeitsintensität weiter

     Der Prozess der Höhenanpassung erzeugt eine größere Urinmenge, sowohl während des Aufstiegs, als auch während des Höhenaufenthalts.  

       Das Bestreben, Gepäck einzusparen, sowie verminderter Appetit und zunehmende Gleichgültigkeit infolge von Ermüdung oder Höhenanpassungsproblemen verleiten zur Reduzierung des Essens und Trinkens.

 

Kälteumgebung und Müdigkeit verlangen aber nach Sicherstellung einer guten Durchblutung. 

Eine altbekannte Faustformel empfiehlt 1 Liter Getränk am Tag je 1000 m Aufenthaltshöhe.

 Dem stehen Aussagen neuerer Untersuchungen gegenüber, unabhängig von der Höhe sei eine Getränkemenge von 2 - 3 Litern pro Tag ausreichend, solange gleichzeitig eine kalorisch ausreichende Nahrungsaufnahme (10.000 - 13.000 kJ pro Tag) erfolgt. (Lämmle, Alpenverein 2/2000 u. a.)

Unter Hochlagerbedingungen mit eingeschränkter Nahrungszufuhr muss entsprechend mehr getrunken werden. Messungen ergaben einen Gesamtwasserverlust beim Höhenbergsteigen bis 8.848 m zwischen 2,5 und 4 Litern (Westerterp 1992/1994).

 Letztere Aussagen scheinen plausibel, wenn man die gegensätzlichen Tendenzen des Flüssigkeitsverlusts beim Aufstieg in extreme Höhen betrachtet, wie sie in oben aufgeführten Punkten dargestellt sind.

 Dies gilt sicher nicht für heiße, trockene Wüstenklimate, wo nach eigener Erfahrung auch schon mal 8 Liter pro Tag zusammenkommen können.

 

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