Noch mehr Sand und “Wo bitte geht es lang?“

Tag 3 meiner Tour durch den Norden Brandenburgs Leider etwas spät. Aber besser als nie 🙂 Musik und Tanz zogen sich noch bis tief in die Nacht. Nach dem einen oder anderen Bierchen verzog ich mich dann doch in die Daunen meines Schlafsacks. Ich wollte schließlich munter sein, um die letzten 70km am Pfingstmontag zu schaffen. Und wieder strahlender Sonnenschein. Bei bestem Wetter und mit bester Laune machte ich mich auf den Weg. Auch Heute ging es wieder zum größten Teil auf Wald- und Feldwegen zur Sache. Schon auf den ersten Kilometern bekam ich die Nachteile zu spüren. Über lange Strecken konnte ich nur noch schieben. Auch einen flotten Abstieg konnte ich mehrmals üben. Immer wenn ich gerade mal wieder etwas Schwung hatte wurde ich durch Sandgruben jäh gebremst. Aber dennoch. Eine tolle Landschaft und eine wahre Freude. In Rheinsberg gönnte ich mir dann noch einen Spaziergang durch den Schloßpark. Weiter geht’s. Das fahren mit GPS ist wirklich entspannt. Gerade bei der Wegführung abseits der üblichen Radwege ist es sehr hilfreich. Kurz vor der Boltenmühle treffe ich dann ein älteres Ehepaar. Die beiden haben sich verlaufen und suchen das Gasthaus. Umso größer ihre Freude, als ich ihnen mitteile, daß es nur noch knapp 100m sind. Aber an der Boltenmühle ist mir zu viel Betrieb und so fahre ich weiter. Durch den Wald am Ufer des Tornowsees. Nach einer Weile treffe ich ein Paar das sich, sichtlich erschöpft, zu einer Rast niedergelassen hat. Die beiden begrüßen mich mit den Worten „das ich so aussähe, als ob ich hier Bescheid wüßte“ und wollen wissen wie weit es noch um den See herum wäre. Sie sind einfach zu der Wanderung losgezogen ohne sich über die Strecke zu informieren. Und der Prospekt den sie dabei haben ist hier wenig hilfreich. Er, ist fußlahm dank einer Verstauchung. Sie sichtlich frustriert. Ich zeige ihnen den Weiterweg auf der Karte und das es noch fünf bis sechs Kilometer zu ihrem Auto in dieser Richtung sind. Wenn sie zurück gehen ist es deutlich kürzer. Er, will trotz Handicap nicht aufgeben und weitergehen. Versichert mir aber immer wieder wie sehr das doch weh tue. Sie, ist da deutlich klüger. Aber dennoch setzt sich der Macho durch. Wäre ja gelacht…. Ich finde das eher gar nicht zum lachen sondern ziemlich bedauernswert. Bloß weiter! Vorbei am Forsthaus Rottstiel geht es zum Zermützelsee. Hier gönne ich mir dann in der Waldschänke Stendenitz ein ausgiebiges Mittagspäuschen. Vorbei an idyllischen Seeen gelange ich dann nach Neuruppin. Hier halte ich mich aber nicht lange auf, da ich noch meinen Zug erwischen will. Und so klappere ich noch einige schöne kleine Dörfer ab bevor ich den Bahnhof Altfriesack erreiche. Na ja Bahnhof ist übertrieben. Aber ein Zug hält hier doch und so komme ich wieder zurück in die „Zivilisation“. Diese begrüßt mich dann auch gebührend. Fast die gesamte Strecke in der S-Bahn nach Wartenberg kann ich mir das gegröle und randalieren einer Horde besoffener BFC Fans ansehen und -hören. Das richtige Kontrastprogramm nach diesem Wochenende. Der Wachschutz der Bahn ist hier auch keine Hilfe. Die beiden Witzfiguren werden gar nicht erst ernst genommen und statt dessen verspottet. Und dennoch. Ich lasse mich nicht aus der Ruhe und um meine gute Laune bringen. Insgesamt war es ein tolles und interessantes Wochenende. Die Tour kann ich nur zum nachmachen empfehlen. Die GPS Daten gibt es demnächst im Downloadcenter. Bis demnächst Piet .

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