Maerkische Schloessertour Tag 2

Die Nacht war kühl aber ruhig. Immerhin 0 Grad. Und so wartete ich morgens lieber noch bis die Sonne aufs Zelt schien. Sagte ich Sonne? Tatsache. Strahlender Sonnenschein versprach einen schönen Tag. Also Frühstücken, Zelt abbauen, packen und los. Recht schnell merkte ich aber, dass ich trotz Sonne doch nicht so richtig warm werden wollte. Schuld daran war der, teils in Böen, recht heftige Wind. Dieser sollte mir auch später noch hart zusetzen. Die letzten zwei Drittel des Weges hatte ich immer den Wind von vorn. Da wird man dann doch warm. Und so radelte ich drauf los. Gemütlich und mit vielen Photopausen. Die Landschaft und die Dörfer sind aber auch zu schön. Zum größten Teil auf Landstraßen aber auch auf Waldwegen führt der Radweg durch die Natur. Die Ausschilderung wechselte ständig zwischen sehr gut bis saumässig. Es wird mir immer ein Rätsel bleiben, warum da einige Spezialisten stets davon ausgehen, dass die Radweg immer in dieselbe Richtung befahren werden. Kommt man aus der „falschen“ Richtung, sind Abbiegehinweise oft überhaupt nicht zu sehen. Wieder ein Grund mehr sich über das GPS zu freuen. Damit verpasste ich keinen Abzweig. Der kleine Weiher Rocher. Idyllisch. Lädt geradezu zum verweilen ein. Zwei sehr schöne Ferienhäuser, Pferdekoppeln und Fluss. Einfach nur schön. Aber zu früh für eine Pause. Einige Photos gönne ich mir doch. Nächster Halt, Schloss Kossenblatt. Viel zu sehen gibt es hier nicht. Der ehemalige Landsitz des Alten Fritz beherbergt Heute ein Servicezentrum (wofür auch immer?) und ist nur unter der Woche zugänglich. Immerhin entnehme ich mühsam und unter einiger Augenanstrengung dem durchsichtigen!? Infoschild, das der Alte Fritz hier seine naiven Grenadierbilder gemalt hat. Naja. Also weiter. Dorf für Dorf passiere ich. Zwischen Georgshöhe und Gross Rietz mache ich dann eine Rast. direkt an einem Wildgehege mit Rehen. Schöne Aussicht. Über Sauen nun nach Drahendorf. Beides wirklich schöne Orte. Dann treffe ich bei der Kersdorfer Schleuse auf den Weg den ich Gestern gefahren bin. Die Tour hat die Form einer 8. Und den unteren Kreis habe ich jetzt geschlossen. Bis Briesen fahre ich nun auf bekannten Wegen. Kurz hinter Briesen liegt mein Ziel. Ein Zeltplatz am Petersdorfer See. So sagt meine digitale Karte von Garmin und die Kompass Karte. die Realität sagt was anderes! Statt eines Campingplatzes treffe ich auch eine Kreuzung aus Kleingartenanlage und Wohnwagen abstell- und einbauplatz. Bei einer fröhlich feiernden Gesellschaft mache ich dann Halt und frage. „Tja den Campingplatz gibt es seit 1990 nicht mehr.“ Suuuper! Immerhin kann ich mir hier meinen Wassersack füllen. Der nette Herr ahnt meine .Absichten und bittet mich doch etwas weiter entfernt zu zelten. Da der Vorsitzende das gar nicht gern hätte. Ich beruhige ihn. Tatsächlich wollte ich noch drei vier km weiter bis ans Ende des Sees fahren. Da sieht es auf der Karte recht ruhig aus. Also nochmal rauf aufs Rad und wieder los zur Biwak suche. Nach etwa drei km parallel zum See sehe ich mir alle Wege an, die Richtung See führen. Auf irgendwas warte ich aber. Und dann zieht es mich doch nach links. Ich fahre einen engen Weg mit Trekkerspuren entlang und komme zum See. Toll! Perfekt! Der Weg erweist sich als Sackgasse an deren Ende ein Bootssteg mit einem kleinen Fischerkahn liegt. Sonnenbeschienen und mit reichlich Platz fürs Zelt und definitiv ruhig. Weder Menschen noch Gebäude sind zu sehen. Wieder den richtigen Riecher gehabt. Same Procedure as Every Day. Zelt aufbauen und faulenzen. in der prallen Sonne. Es ist erst drei. Also habe ich noch einen langen Nachmittag vor mir. Ich nutze die Zeit und justiere die Gangschaltung. Die hat auf den letzten km recht merkwürdige Geräusche gemacht. Ist aber schnell erledigt. Und so räkele ich mich bald vor dem Zelt. Heute gibt’s Schinkennudeln. Natürlich aus der Tüte. Aber immerhin. Mal sehen wie kalt es Heute Nacht wird.Fortsetzung folgt……..

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