Garmin Oregon – Licht oder Schatten?

Nach der Vorankündigung des neuen Super- Hightech Outdoor GPS, war ich natürlich sehr gespannt auf die neue Wunderwaffe aus dem Hause Garmin. Seit Heute bin ich nun (noch und hoffentlich weiterhin) stolzer Besitzer eines Garmin Oregon 300. Nach meinen Erfahrungen mit dem Colorado 300 waren meine Erwartungen einerseits sehr hoch andererseits aber auch wieder recht gedämpft optimistisch. Schließlich konnte/kann der Colorado den großen Versprechungen nicht gerecht werden. Auch nach einer langen Phase des Betatestens durch den Endverbraucher hat hier Garmin zwar einige der Bugs behoben. Aber immer noch lässt der Colorado im Hinblick auf Zuverlässigkeit und Stabilität sehr zu wünschen übrig. Eine äußerst informative Seite zum Colorado ist z.B. hier zu finden: http://garmincolorado.wikispaces.com/ (nur in Englisch). Die Fehlerliste ist immer noch sehr lang. Und eine Batterielaufzeit von gerade mal 8-9h im Dauereinsatz (auf meiner Berlin-Brandenburg Fahrradtour getestet) ist für den Outdooreinsatz (ich denke hier vor allem an Rucksacktouren) alles andere als brauchbar. Nun aber zum Oregon 300. Eine (englischsprachige) Wiki Seite zum Oregon ist hier zu finden: http://garminoregon.wikispaces.com

  • Erster Eindruck: Verpackung und Styling des Gerätes vermitteln eine hohes Wertigkeitsgefühl. Macht schon was her.
  • Das GPS liegt sehr gut in der Hand.
  • Batteriedeckel deutlich leichter abnehmbar als beim Colorado. Bei diesem ist das ein richtiger Kraftakt.
  • Leider ist man wieder zu der ursprünglichen Lösung des Speicherkartenslots zurückgekehrt, so das man erst mal die Batterien herausnehmen muss um die Speicherkarte zu wechseln.
  • Die Bedienung des Touchscreens ist sehr einfach und dieser reagiert ausgezeichnet. Grosse Softtasten machen eine Bedienung auch mit meinen „Wurstfingern“ gut möglich. Ein Test mit Handschuhen steht noch aus.
  • Zumindest für Vorbesitzer eines Colorado ist die Menüführung fast schon intuitiv. Aber der Neuling wird hier sicher einiges zu suchen haben.
  • Das Display scheint etwas mehr Kontrast als der Colorado zu bieten. Zumindest war es auch bei Sonnenschein Heute recht gut ablesbar.
  • Die grafische Darstellung und die Kartendarstellung sind sehr schön gestaltet.
  • Endlich eine direkte Eingabe von Text und Zahlen per Softtastatur bei Wegpunkten etc..
  • Nach wie vor kann ich nicht begreifen, warum man beim Colorado und nun auch beim Oregon nur zwei Datenfelder in der Kartenansicht ermöglicht. Schlichtweg unfassbar. Größeres Display aber weniger Datenfelder!? 🙁 Ich nutze auf dem Fahrrad den Pulsgurt und den Trittfrequenzsensor. Aber da die Informationen zur Navigation wichtiger sind, kann ich mir Puls und Trittfrequenz nicht anzeigen lassen sondern muss hierzu immer die Menüseite wechseln.
  • Straßenrouting läuft gut. Allerdings ist die Zeit bis zur Neuberechnung der Route bei Abweichungen teilw. recht lang.
  • GPS Empfindlichkeit ist sehr hoch. Also auch bei schlechten Verhältnissen guter Empfang. Ob auch hier der Positionsfehler bei möglichen Signalreflektionen (Hauswände, Felswände), wie beim Colorado, auftritt muss noch getestet werden.
  • Wie lange die Batterien halten interessiert mich geradezu brennend. Nach meinen Erfahrungen mit dem Colorado bin ich hier mehr als pessimistisch. Sollten die 16h allerdings zutreffen, wäre ich durchaus zufrieden.

Ab Freitag (oder Samstag) werde ich im Virgental (Venedigergruppe) unterwegs sein und das Wunderwerk der Technik einem Praxistest unterziehen. Ich werde dann später darüber berichten.

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